Nabelschnurpflege: einfach und ohne Sorgen
Dieses kleine Stück Nabelschnur, das nach der Geburt übrig bleibt, macht neugierig und oft auch unsicher: Es wird dunkel, es wird hart, man traut sich kaum, es anzufassen, und fragt sich, wann es endlich abfällt. Die gute Nachricht: Seine Pflege gehört zu den einfachsten überhaupt. Zwei Wörter musst du dir merken — sauber und trocken — und den Rest erledigt der Körper fast von allein. So begleitest du diese kleine Etappe ganz gelassen.
Was passiert, und wann er abfällt
Nach der Geburt bleibt ein kleiner Nabelschnurrest, der nach und nach eintrocknet und dann von allein abfällt, meistens zwischen dem 5. und 15. Tag. Vorher verändert er sein Aussehen: Er wird dunkel, hart und schrumpelig — das ist völlig normal und tut deinem Baby nicht weh. Du musst nichts ziehen und nichts beschleunigen: Der Rest löst sich ganz von selbst, wenn seine Zeit gekommen ist. Beim Abfallen sieht man häufig etwas Nässen oder ein paar Blutstropfen an der Basis: Auch das ist üblich und harmlos.
Sauber und trocken: die ganze Methode
Das Prinzip ist einfach: den Nabelschnurrest sauber und trocken halten und ihn an der freien Luft atmen lassen. Wenn er verschmutzt ist (durch Urin oder Stuhl), reinigst du ihn vorsichtig mit Wasser und tupfst ihn dann sanft trocken — nicht reiben. Der große Verbündete beim Trocknen ist die Luft: Wenn du die Windel anlegst, schlage den oberen Windelrand unter dem Nabelschnurrest um, damit er frei liegt und nicht in der Feuchtigkeit badet. Viele Neugeborenenwindeln haben genau an dieser Stelle sogar eine Aussparung.
Ein paar Gewohnheiten runden das Wesentliche ab. Zieh deinem Baby weite Kleidung an, die nicht am Nabel scheuert, und klemm den Nabelschnurrest nicht unter einem engen Gummibund ein. Zieh niemals daran, selbst wenn er nur noch an einem Faden hängt: Er löst sich von selbst. Und wenn an der Basis etwas Kruste oder Sekret antrocknet, reichen sanftes Reinigen mit Wasser und anschließendes Trockentupfen völlig aus — kein Kratzen, kein Nachhelfen.
Muss man desinfizieren? Die Antwort hat sich geändert
Lange hat man die Nabelschnur mit Alkohol oder Antiseptikum betupft. In Ländern mit guten Hygienebedingungen ist das nicht mehr die Empfehlung: Heute spricht man von «Trockenpflege», also ohne Alkohol und ohne Antiseptikum in der Routine. Man beschränkt sich darauf, sauber und trocken zu halten. Wenn deine Hebamme, deine Ärztin oder deine Geburtsklinik dir eine besondere Anweisung gegeben hat, folge ihr natürlich: Manche Situationen rechtfertigen eine spezielle Pflege. Aber im Normalfall gilt: Je weniger du machst, desto besser trocknet der Nabel.
Häufige Fragen
Wann fällt der Nabelschnurrest ab?
Meistens zwischen dem 5. und 15. Tag nach der Geburt, manchmal etwas früher oder etwas später. Er wird dunkel und hart, bevor er sich von selbst löst. Es bringt nichts, daran zu ziehen oder nachhelfen zu wollen: Lass ihn von allein abfallen.
Darf ich mein Baby vor dem Abfallen des Nabelschnurrests baden?
Ja, kurze Bäder sind möglich. Du musst den Rest danach nur gut trocken tupfen, ganz sanft. Das Waschen mit dem Waschlappen ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, wenn du lieber warten möchtest. In jedem Fall gilt: Nach dem Wasser soll der Nabelschnurrest trocken sein.
Muss die Nabelschnur mit Alkohol desinfiziert werden?
In der Regel nein. Die aktuelle Empfehlung in Ländern mit guten Hygienebedingungen ist die «Trockenpflege»: sauber und trocken halten, ohne Alkohol und ohne Antiseptikum in der Routine. Befolge aber besondere Anweisungen, die deine Hebamme oder deine Geburtsklinik dir gegeben haben könnte.
Er blutet ein wenig beim Abfallen, ist das normal?
Ja, ein leichtes Nässen oder ein paar Blutstropfen an der Basis, wenn sich der Nabelschnurrest löst, sind üblich. Alarmieren muss dagegen eine anhaltende Blutung, eine Rötung, eine Schwellung, Eiter oder Fieber: In diesem Fall holst du ohne zu warten ärztlichen Rat.
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Dieser Artikel dient der Information und wurde vom Mama4care-Team gegengelesen. Er ersetzt keine ärztliche Beratung: Wende dich bei allen Fragen zu deiner Gesundheit oder der deines Babys an deine Hebamme, deine Ärztin oder deinen Kinderarzt. Im Notfall rufe die Notrufnummer in deinem Land an.