Hautveränderungen in der Schwangerschaft: was normal ist, was verblasst, was ein Warnsignal ist
Ein dunkler Strich, der auf dem Bauch auftaucht, Flecken auf den Wangen, Streifen an den Hüften … Die Schwangerschaft mischt die Karten deiner Haut neu, und das ist sehr häufig. Die gute Nachricht: Die allermeisten dieser Veränderungen sind harmlos und verblassen nach der Geburt. Es geht also darum, sie zu erkennen, die Handgriffe zu kennen, die wirklich helfen, und das eine Signal zu bemerken, das einen schnellen Anruf verdient.
Linea nigra und Schwangerschaftsmaske: die Pigmentierung meldet sich
Unter dem Einfluss der Hormone bildet deine Haut mehr Pigment. Daraus entsteht zunächst die Linea nigra, dieser dunklere senkrechte Strich, der mitten über den Bauch verläuft: völlig banal, und er verblasst nach der Geburt. Daraus entsteht im Gesicht auch die Schwangerschaftsmaske (Melasma oder Chloasma): bräunliche Flecken auf den Wangen, der Stirn oder der Oberlippe. Ihr großer Beschleuniger ist die Sonne – deshalb ist es so wichtig, deine Haut zu schützen. Auch hier gilt: Die Schwangerschaftsmaske bildet sich nach der Geburt meist zurück.
Schwangerschaftsstreifen: wenn sich die Haut schnell dehnt
Die Schwangerschaftsstreifen (Striae gravidarum) sind jene rosafarbenen oder violetten Streifen, die am Bauch, an den Brüsten oder an den Oberschenkeln auftauchen können, dort, wo sich die Haut schnell dehnt. Sie sind sehr verbreitet und weder ein Fehler noch ein Zeichen schlechter Pflege. Eincremen sorgt für Wohlbefinden und lindert das Spannungsgefühl – es tut gut und es kostet nichts, es zu genießen –, aber seien wir ehrlich: Die Wirkung von Cremes auf die Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen ist begrenzt und nicht garantiert. Mit der Zeit werden die meisten blasser und deutlich unauffälliger.
Fettiger oder strahlender: die anderen Überraschungen
Auch der Charakter deiner Haut kann sich ändern. Bei manchen wird sie fettiger, mit ein paar Akneschüben; bei anderen wirkt sie im Gegenteil strahlender, der berühmte Schwangerschaftsteint. Es können auch kleine Äderchen sichtbar werden oder die Behaarung sich etwas verändern. All das gehört in die Kategorie Veränderungen, nicht Krankheiten: Deine Haut passt sich einer großen hormonellen Umstellung an. Die meisten dieser Effekte beruhigen sich nach der Geburt, wenn die Hormone in ihren früheren Rhythmus zurückfinden.
Deine häufigen Fragen
Gehen Schwangerschaftsstreifen irgendwann wieder weg?
Sie werden mit der Zeit blasser und viel unauffälliger, verschwinden aber selten vollständig. Sieh sie als Spuren, die verblassen, und nicht als etwas, das du um jeden Preis « wegbekommen » musst.
Wirken Cremes gegen Schwangerschaftsstreifen wirklich?
Sie bringen vor allem Komfort und Feuchtigkeit, was das Spannungsgefühl lindert. Ihre vorbeugende Kraft ist dagegen nicht belegt: Creme dich ein, weil es angenehm ist, aber erwarte kein Wunder davon.
Bleibt die Schwangerschaftsmaske für immer?
Meistens bildet sie sich nach der Geburt zurück. Achtung aber: Die Sonne lässt sie wieder aufflammen, Sonnenschutz bleibt also auch nach der Geburt sinnvoll, solange die Flecken bestehen.
Kann ich meine gewohnte Hautpflege weiterführen?
Im Großen und Ganzen ja, die meisten Alltagsprodukte sind geeignet. Bei bestimmten Wirkstoffen wie Retinol fragst du besser deine Hebamme, deine Ärztin oder deinen Arzt oder deine Apotheke, bevor du weitermachst.
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Notiere, was du beobachtest, und bereite deine Fragen vor
Halte deine Hautsymptome in Mama4care Tag für Tag im Tagebuch fest: Die Zusammenfassung ist beim nächsten Termin bereit, damit du alles in Ruhe ansprechen kannst, ohne etwas zu vergessen.
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Dieser Artikel dient der Information und wurde vom Mama4care-Team gegengelesen. Er ersetzt keinen ärztlichen Rat: Wende dich bei allen Fragen zu deiner Gesundheit oder der deines Babys an deine Hebamme, deine Ärztin oder deinen Arzt oder an deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt. Im Notfall ruf deinen örtlichen Notruf an.