Einander entgegengestreckte Hände als Sinnbild für gegenseitige Hilfe und Unterstützung zwischen Müttern

Sich allein fühlen in der Mutterschaft: häufiger, als man zugibt

💬 Von der Community vorgeschlagen 20. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit
« Seit ich schwanger bin — und noch viel mehr seit der Geburt — fühle ich mich allein. Meine Freundinnen scheinen woanders zu sein, und ich habe das Gefühl, die Einzige zu sein, die sich abkämpft. Ist es normal, sich so isoliert zu fühlen? »— eine Mama aus der Community, frischgebackene Mutter

Es ist 15 Uhr, das Baby schläft endlich, im Haus ist es still — und dann kommt dieser Satz: « Ich bin allein. » Viele Mamas kennen diesen Moment, auch wenn sie Menschen um sich haben, auch wenn sie sehr geliebt werden. Sagen wir es also gleich am Anfang: Was du fühlst, ist echt, und du bist damit alles andere als allein. Einsamkeit rund um Schwangerschaft und Geburt gehört zu den Erfahrungen, die am meisten geteilt werden … und am wenigsten zugegeben. Sie ist kein Charakterfehler und auch kein Zeichen dafür, dass du irgendetwas « verpasst ».

Eine Einsamkeit, die häufiger ist, als man zugibt

Da kommt mehreres zusammen. Dein Rhythmus hat sich von einem Tag auf den anderen komplett verschoben, während der deiner Freundinnen derselbe geblieben ist — ihr seid einfach nicht in der gleichen Lebensphase, und der Abstand wächst, ohne dass jemand böse Absichten hätte. Dazu kommen die Müdigkeit, lange Tage zu Hause, manchmal eine Familie weit weg oder ein kürzlicher Umzug. Und obendrauf diese « perfekten Leben », die durch die sozialen Netzwerke laufen: Denk daran, dass das sorgfältig ausgewählte Schaufenster sind, nicht der echte Alltag. Deinen Backstage-Bereich mit der Fassade anderer zu vergleichen, ist ein Spiel, das du nur verlieren kannst.

Sich trauen zu sagen: « Ich fühle mich allein »

Der erste Schritt, oft der schwerste, ist es, das Gefühl beim Namen zu nennen. Einer Vertrauensperson zu sagen « Ich fühle mich gerade allein » — jemandem, der dir nahesteht, oder deiner Hebamme beim nächsten Termin — durchbricht die Isolation schon ein Stück weit. Und ganz oft bekommst du zur Antwort: « Mir ging es damals genauso. » Das Tabu hängt vor allem an der Vorstellung, eine frischgebackene Mutter « müsste » vor Glück schweben. Die Wahrheit ist vielschichtiger — und sie laut auszusprechen tut gut.

💡 Eine kleine Verbindung, dafür regelmäßig Statt auf einen Schlag einen großen Freundeskreis anzupeilen, setze lieber auf einen regelmäßigen sozialen Termin, und sei er noch so klein: ein wöchentlicher Kaffee, ein Geburtsvorbereitungskurs, ein Eltern-Kind-Kurs. Und nimm Einladungen auch dann an, wenn die Energie nicht ganz reicht: Meistens entsteht die Verbindung erst, wenn du vor Ort bist.

Schritt für Schritt neue Verbindungen knüpfen

Auf andere (werdende) Mütter zuzugehen verändert viel, denn sie stecken gerade in derselben Phase wie du. An Gelegenheiten fehlt es nicht: Geburtsvorbereitungskurse, Vereine und Initiativen für junge Eltern, Eltern-Cafés und Krabbelgruppen, Familienzentren und Elternberatungsstellen in deiner Nähe, wohlwollende Online-Communitys. Genau dafür gibt es diese Räume: um den Alltag ungefiltert zu teilen und sich weniger allein zu fühlen. Die Community der App ist einer dieser Orte — dort stellst du deine Fragen und liest die der anderen, zu jeder Uhrzeit.

⚠️ Wenn hinter der Einsamkeit mehr steckt Wenn zu diesem Gefühl eine Traurigkeit kommt, die bleibt, ein Verlust des Interesses an Dingen, die du früher gemocht hast, eine überwältigende Angst oder dunkle Gedanken, und das länger als zwei Wochen anhält, sprich mit deiner Hebamme oder deiner Ärztin oder deinem Arzt. Depressionen während der Schwangerschaft und nach der Geburt sind häufig, sie sind nicht deine Schuld, und sie lassen sich gut behandeln. Im Notfall rufe deinen örtlichen Notruf an.

Andere Mamas fragen auch

Wie finde ich Freundinnen, die auch Mütter sind?

Indem du dorthin gehst, wo sie sind: Geburtsvorbereitungskurse, Eltern-Kind-Kurse, Trageworkshops, Eltern-Cafés, Krabbelgruppen, Familienzentren oder Online-Gruppen in deiner Nähe. Der Vorteil: Der Gesprächsstoff ist schon da. Warte nicht auf die perfekte Beziehung — fang einfach mit einem « Sehen wir uns nächste Woche wieder? » an.

Und wenn meine Familie weit weg wohnt?

Die Entfernung macht die Unterstützung vor Ort umso wertvoller. Pflege die Verbindung über die Distanz (regelmäßige Videoanrufe) und baue parallel dein lokales « Dorf » auf: Nachbarinnen, andere Eltern, Fachkräfte aus dem Familienzentrum, Online-Communitys. Um Hilfe zu bitten ist kein Eingeständnis von Schwäche — es ist das, was die Tage wirklich leichter macht.

Ist es schlimm, wenn ich nicht jeden Moment genieße?

Nein. Die Aufforderung, « jede Minute zu genießen », erzeugt einen enormen und oft ungerechten Druck. Du kannst dein Baby zutiefst lieben und trotzdem manche Tage als lang, eintönig oder einsam erleben — beides existiert nebeneinander. Das zuzugeben macht dich nicht zu einer schlechten Mutter, sondern einfach zu einer ehrlichen und menschlichen.

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Du musst da nicht allein durch

Komm vorbei und lege ab, was dich beschäftigt, lies von anderen Mamas, denen es genauso geht, oder sag einfach nur Hallo. Die Mama4care-Community ist da, ohne Urteil, zu der Uhrzeit, die dir passt.

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Dieser Artikel dient der Information und wurde vom Mama4care-Team gegengelesen. Er ersetzt keine ärztliche Beratung: Bei allen Fragen zu deiner Gesundheit oder der deines Babys wende dich an deine Hebamme, deine Ärztin, deinen Arzt oder deine Kinderärztin. Im Notfall rufe deinen örtlichen Notruf an.