Schwangere Frau, die bei einem Arzttermin in ihr Gesundheitsheft schaut

Impfungen in der Schwangerschaft: der ruhige Überblick über die Empfehlungen

📌 Aktuell Aktualisiert am 19. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit
⏱️ Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Impfen in der Schwangerschaft schützt zwei Menschen: Deine Antikörper gehen auf dein Baby über und schützen es in seinen allerersten Monaten.
  • Klassisch in der Schwangerschaft angeboten werden die Impfungen gegen Keuchhusten (in jeder Schwangerschaft) und gegen Grippe (in der Saison).
  • Je nach Land und Saison können RSV und COVID dazukommen.
  • Lebendimpfstoffe (MMR, Windpocken) werden in der Schwangerschaft in der Regel nicht gegeben: Der Status wird vorher geprüft.
  • Die genauen Empfehlungen ändern sich und unterscheiden sich von Land zu Land — deine Hebamme oder deine Ärztin bzw. dein Arzt hat den aktuellen Stand für deine Situation.

Warum das Thema gerade wieder da ist

Die Empfehlungen zur Impfung in der Schwangerschaft wurden 2025-2026 aktualisiert, und damit steht das Thema wieder im Rampenlicht — manchmal begleitet von Fragen und Sorgen. Nehmen wir uns die Zeit, das in Ruhe einzuordnen. Die Schwangerschaft verändert die Immunlage, und manche Infektionen wie Grippe oder COVID können dann schwerer verlaufen. Vor allem aber ist ein Neugeborenes zu jung, um selbst geimpft zu werden: In seinen ersten Wochen ist es auf die Antikörper angewiesen, die seine Mutter ihm mitgegeben hat. Sich schwanger impfen zu lassen heißt also, ihm Schutz zu geben in einer Zeit, in der es sich noch nicht allein wehren kann.

Was gesichert ist

Zwei Impfungen tauchen in der Schwangerschaft immer wieder auf. Zuerst der Keuchhusten: Eine Impfung während der Schwangerschaft schützt den Säugling von Geburt an, also genau in dem Alter, in dem diese Krankheit für ihn am gefährlichsten ist. Dann die Grippe: Sie wird in der Saison empfohlen und kann in jedem Trimester gegeben werden. Es handelt sich dabei um Totimpfstoffe, die bei Schwangeren breit eingesetzt und engmaschig beobachtet werden — genau diese Erfahrung erlaubt es, sie mit Gelassenheit anzubieten.

Was sich je nach Land unterscheidet

Andere Schutzmaßnahmen hängen stärker vom Kontext ab. Beim RSV (dem Virus, das die Bronchiolitis auslöst) gibt es neuere Strategien, um den Säugling zu schützen: Je nach Land läuft das über eine saisonale Impfung der Mutter oder über eine direkte Immunisierung des Babys. Bei COVID richtet man sich nach den jeweils geltenden Empfehlungen vor Ort. Und Lebendimpfstoffe wie MMR (Masern-Mumps-Röteln) oder Windpocken werden in der Schwangerschaft in der Regel nicht gegeben: Ideal ist es, den eigenen Status vor einer Schwangerschaft zu prüfen. Du merkst es: Die genauen Zeitfenster und Dosen unterscheiden sich von Land zu Land und ändern sich mit der Zeit. Genau deshalb geben wir hier keinen konkreten Impfkalender an — die Entscheidung fällt im Gespräch, für dich persönlich.

💡 Der richtige Reflex vor deinem Termin Nimm deinen Impfpass zum nächsten Termin mit und stell die Frage direkt: «Wo stehe ich, und was ist jetzt für mich empfohlen?» Mit dem Impfpass vor Augen kann deine Fachperson dir genau antworten, ohne Schätzungen.
⚠️ Schieb das Gespräch nicht auf «später» Verschieb das Gespräch über Impfungen nicht auf «nach der Geburt»: Der Schutz des Neugeborenen entscheidet sich genau während der Schwangerschaft. Und wenn du nach einer Impfung Fieber bekommst, hol dir Rat — so wie bei jedem Fieber in der Schwangerschaft. Im Notfall wähle deine örtliche Notrufnummer.

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Informationen mit Stand vom 19. Juli 2026. Die Empfehlungen ändern sich: Deine Fachperson bleibt die maßgebliche Auskunft.

Dieser Artikel dient der Information und wurde vom Team von Mama4care geprüft. Er ersetzt keine ärztliche Beratung: Bei allen Fragen zu deiner Gesundheit oder der deines Babys wende dich an deine Hebamme, deine Ärztin oder deinen Arzt oder an die Kinderarztpraxis. Im Notfall wähle deine örtliche Notrufnummer.