Vorsorgetermin in der Schwangerschaft mit Ultraschalluntersuchung in der Praxis

Vorsorge in der Schwangerschaft: welche Untersuchungen, wann und warum

18. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit

Blutbild, Ultraschall, Zuckertest, bei jedem Termin der Blutdruck … Die Schwangerschaftsvorsorge wirkt manchmal wie eine lange, etwas rätselhafte Liste. In Wirklichkeit ist sie eine Abfolge von Terminen und Untersuchungen, die dich und dein Baby im Blick behalten. Der genaue Zeitplan unterscheidet sich von Land zu Land und richtet sich nach deiner Situation — das sagt dir deine Ärztin oder deine Hebamme — aber die großen Etappen sind überall dieselben. Hier ist die Landkarte des Weges.

Die Erstuntersuchung: die große Bestandsaufnahme

Alles beginnt früh, mit einem Termin, der die Schwangerschaft bestätigt und das Fundament der Vorsorge legt. Auf dem Programm stehen ein Blutbild, die Bestimmung deiner Blutgruppe und deines Rhesusfaktors sowie Serologien (die Suche nach einer Immunität gegen bestimmte Infektionen). Es ist auch der Moment, um über deine Vorgeschichte, mögliche Medikamente und deine Fragen zu sprechen. Dieser erste Termin gibt den Takt für alles Weitere vor.

Der Ultraschall: dein Baby wachsen sehen

Die Ultraschalltermine sind oft die, auf die man am meisten hinfiebert. Man unterscheidet in der Regel den Ultraschall zur Terminbestimmung im ersten Trimester (er präzisiert den errechneten Geburtstermin), die Feindiagnostik um die 18.-22. Woche — den «großen Ultraschall», der die Entwicklung des Babys untersucht — und manchmal einen dritten Ultraschall im dritten Trimester. Je nach Land sind es meist zwei bis drei. Über das Gefühl hinaus sind das echte medizinische Untersuchungen.

Screenings und Zuckertest: informierte Entscheidungen

Mehrere Screenings können dir angeboten werden, je nach deinen Wünschen und deinem Land: zum Beispiel ein Ersttrimester-Screening oder ein genetischer Test, möglich schon ab etwa 10-11 Wochen. Rund um die 24.-28. Woche wird häufig der Zuckertest angeboten, der einen Schwangerschaftsdiabetes aufspürt. Und am Ende der Schwangerschaft folgt der Test auf B-Streptokokken. Wichtig zu wissen: Screenings sind eine informierte Entscheidung. Du darfst alle deine Fragen stellen, darüber sprechen und dich in Ruhe entscheiden.

Schema des Zuckertests: Blutentnahme, zuckerhaltiges Getränk und zweite Blutentnahme zur Erkennung eines Schwangerschaftsdiabetes
Der Zuckertest, oft um die 24.-28. Woche angeboten, spürt einen Schwangerschaftsdiabetes auf.
💡 Komm zu jedem Termin mit deinen notierten Fragen Eine Sorge, ein Symptom, eine anstehende Entscheidung? Schreib alles im Lauf der Tage auf, zum Beispiel im Tagebuch der App, und hol die Liste beim Termin hervor. Das ist der beste Moment, um deine Zweifel auszuräumen — und denk daran: keine Frage ist «dumm». Du gehst mit Antworten nach Hause statt mit einem «Hätte ich bloß gefragt».

Die «stillen» Kontrollen bei jedem Termin

Bei fast jedem Termin wiederholen sich dieselben einfachen Handgriffe: Blutdruck, Urinuntersuchung, Gewicht, Fundusstand und das Abhören der Herztöne des Babys. Sie wirken belanglos, doch viele dieser Kontrollen sind «still»: Blutdruck und Urin dienen zum Beispiel dazu, eine Präeklampsie aufzuspüren, die sich entwickeln kann, ohne dass du etwas spürst. Gerade weil sie so unauffällig sind, zählen sie — und deshalb sollte man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen, selbst wenn alles gut läuft.

⚠️ Lass keine Termine ausfallen, und wisse, wann du Alarm schlägst Auch wenn alles gut ist: lass deine Termine nicht ausfallen — genau dafür sind die stillen Kontrollen da. Und melde dich zwischen zwei Terminen sofort in der Klinik bei Blutungen, Wehen, nachlassenden Kindsbewegungen, heftigen Kopfschmerzen mit Sehstörungen oder plötzlicher Schwellung von Gesicht oder Händen.

Deine häufigsten Fragen

Darf ich ein Screening ablehnen?

Ja. Screenings sind eine informierte Entscheidung: Du kannst sie annehmen, ablehnen oder mit deiner Ärztin oder deiner Hebamme besprechen. Sie erklären dir, wonach gesucht wird und was das für dich bedeutet, damit du gut entscheiden kannst.

Wozu dient der Zuckertest genau?

Er spürt einen Schwangerschaftsdiabetes auf, eine Störung, die während der Schwangerschaft auftreten kann. Angeboten wird er oft zwischen der 24. und der 28. Woche. Wird er erkannt, lässt er sich behandeln und die Schwangerschaft gut begleiten.

Warum wird bei jedem Termin der Urin untersucht?

Um mögliche Infektionen zu erkennen und Anzeichen einer Präeklampsie zu überwachen (etwa Eiweiß im Urin). Das ist eine schnelle, schmerzfreie und wertvolle Kontrolle — auch dann, wenn du dich rundum wohlfühlst.

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Dein Vorsorgeheft, immer griffbereit

Mit Mama4care behältst du dank Erinnerungen den Überblick über deine Termine, notierst deine Fragen im Tagebuch und kommst zu jeder Untersuchung mit allem, was du zum Besprechen brauchst.

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Dieser Artikel dient der Information und wurde vom Mama4care-Team gegengelesen. Er ersetzt keine ärztliche Beratung: Bei allen Fragen zu deiner Gesundheit oder der deines Babys wende dich an deine Hebamme, deine Ärztin, deinen Arzt oder deine Kinderärztin. Im Notfall wähle den Notruf deines Landes.